Heinz

Heinz, der Bayerische Wald und Pilze – dies gehörte immer zusammen. Die Nationalparkregion – genauer Zwiesel-Rabenstein – wurde zu seiner Wahlheimat. Seine Liebe zur Region und vor allem zu den Pilzen des Bayerischen Waldes kann man auch in seinem wunderschönen Buch „Fadenwesen“ miterleben.

Die Liebe zur Natur führte auch dazu, dass sich Heinz für den Naturschutz eingesetzt hat. Heinz half beispielsweise mit, das Fällen alter Bäume im Urwaldrelikt Mittelsteighütte im Nationalpark Bayerischer Wald zu verhindern. Heinz schlug sich beim Konflikt Naturnutzung vs. Naturschutz immer auf die Seite des Schutzes und war hier mit vollem Einsatz bei der Sache.
Nicht von ungefähr wurde Heinz 2008 Beauftragter für Naturschutzfragen und Jugendarbeit im allerersten Präsidium der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft. Heinz war bei der Vereinsgründung mit eine treibende Kraft. Er setzte sich für die Gesellschaft ein, für die er später als Regionalbeauftragter Bayerischer Wald aktiv blieb.

Heinz arbeitete großteils ehrenamtlich für diverse Forschungsprojekte im Nationalpark Bayerischer Wald und stellte sein Haus in Rabenstein als Forschungszentrum und Treff- und Angelpunkt für Pilzfreunde zur Verfügung. Ob Pilzberaterkurse, Porlingswochenenden oder „Basisstation“ für Wissenschaftler in Nationalparkprojekten, es war ein Kommen und Gehen der Pilzlergemeinschaft. Und Heinz war immer mittendrinnen.

Heinz hielt Pilzvorträge, leitete Exkursionen und Kurse, begeisterte Kinder und Jugendliche – beispielsweise im Wildniserlebniscamp in Zwieselerwaldhaus, organisierte Pilzausstellungen (zuletzt noch im Sommer 2018 auf dem Baumwipfelpfad im Nationalpark, wo er bereits von seiner Krankheit schwerst gezeichnet war).

Bis zuletzt gab Heinz die Hoffnung nicht auf, doch gegen seine Krankheit ankämpfen und gewinnen zu können. Selbst kurz vor seinem Tod plante er bereits, was er nach dem Krankenhausaufenthalt machen könnte. Leider spielte sein Körper dabei nicht mehr mit.

Wir verlieren mit Heinz einen Aktivposten unserer Gesellschaft, einen Naturfreund und Pilzliebhaber und zudem einen humorvollen, liebenswerten Menschen. Heinz, wir vermissen dich! Ruhe in Frieden! Heinrich Holzer verstarb friedlich am 10. Mai 2019 in München nach langer Krankheit. Die Beisetzung erfolgt am Donnerstag, den 16. Mai 2019 um 15.30 Uhr in Ludwigsthal – im Schatten des Großen Arbers, den er so liebte.
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